Botanischer Garten Innsbruck

Auf Einladung des Umwelt-und Landwirtschaftsausschusses Kundl erfolgte am 6. November 2014 die Lehrausfahrt der 4. Klassen nach Innsbruck zum Botanischen Garten der Universität Innsbruck.

Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen besuchten den Botanischen Garten in Innsbruck um mehr über Pflanzen und ihre Verbreitung zu erfahren. Nach einer verlängerten Anfahrt im ersten Schnee dieses Herbstes folgte ein abwechslungsreiches Programm. Betreut wurden die Schülerinnen und Schüler von Frau Mag. Cäcilia Lechner-Pagitz und den Mitarbeiterinnen der Grünen Schule des Botanischen Gartens. Da wurde  zuerst das erlernte Wissen über den Aufbau einer Pflanze und der Funktion der einzelnen Pflanzenteile aufgefrischt. Im Anschluss konnten wir an zahlreichen Beispielen sehen, welche Möglichkeiten Pflanzen haben, sich auszubreiten. Auch die Rolle des Menschen bei der Verbreitung der Pflanzen wurde herausgestrichen.

Was ist eine Kulturpflanze und wo kommen unsere Kultur- und Nahrungspflanzen eigentlich her? Was braucht eine Pflanze wirklich zum Überleben?  Diese Fragen führten uns zu den Neophyten (Fremdpflanzen) und welchen Einfluss diese auf unsere Umwelt haben. In einem naturnahen Lebensraum leben Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen in einem ungestörten Gleichgewicht miteinander. In unserer Kulturlandschaft ist dieses Gleichgewicht oft durch den Menschen gestört und von uns eingeführte Pflanzen und Tiere aus anderen Teilen der Erde können sich sehr rasch verbreiten. Dabei werden die typischen Pflanzen des jeweiligen Standortes verdrängt. Ein Beispiel dafür ist das Drüsige Springkraut, das sich vor allem in der Nähe von Gewässern und in feuchten Wäldern rasch vermehrt. Die Schülerinnen und Schüler haben erfahren, wie es zu dieser Massenvermehrung kommen kann und was jede und jeder in seiner Umgebung für den Schutz der einheimischen Vegetation tun kann.